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Der Apparat - Teil 2
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Datum:05.05.26 13:33 IP: gespeichert
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Teil 1 der Geschichte eröffnet viele Möglichkeiten für eine Fortsetzung. Ich hatte auf ein paar Ideen aus euren Kommentaren gehofft. In welche Richtung die Geschichte weitergehen sollte und hoffe diese gut verarbeitet zu haben.
Danke für die über 10000 Lesungen des ersten Teils. Deshalb habe ich mich entschieden jetzt Teil 2 zu beginnen. Es kann allerdings etwas dauern, da dieser Teil aktuell noch in der Entstehung ist.
Viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 1
Jonas hatte schnell sein Tablet geholt und sich die Aufzeichnungsdaten angesehen.
Offenbar hatte es eine fehlerhafte Verbindung zwischen der Smartwatch und dem Apparat gegeben.
Der Apparat hatte daraufhin vorsorglich die Verriegelung aller Einsätze angefordert und sämtliche Bewegungsfunktionen abgeschaltet und arretiert. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Beatmungsfunktion so lange wie möglich weiterlief, bis das Problem behoben war.
Die Smartwatch hatte zwar noch die Anzeige aktualisieren können, aber alle Steuerungsfunktionen waren ausgefallen.
Nach wenigen Minuten hatte Jonas den Fehler behoben.
Verstehen konnte er es dennoch nicht, denn die Smartwatch hätte während Sophias Nutzung niemals außerhalb der Reichweite des Apparats sein können.
Der Schreck saß Sophia noch in den Knochen. Doch nun konnte sie sich wieder bewegen, und ihre Beatmung war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.
Kurz darauf holte die Ärztin sie zum täglichen Lauftraining ab, und Sophia musste sich von Jonas verabschieden. Beide gaben sich einen Kuss.
Da sie so lange in der Eisernen Lunge gelegen hatte, musste sie das Laufen fast neu lernen und zunächst ihre Muskulatur wieder aufbauen.
Der Apparat konnte mit einer Seilwinde an der Decke verbunden werden, um Sophia aus dem Rollstuhl in eine stehende Position zu heben.
Durch die korsettartige Taille des Apparats wurde ihr Körpergewicht gut verteilt und nicht nur auf den Schrittbereich übertragen.
Über Deckenschienen wurde sie zu einem Laufband bewegt, auf dem sie langsam wieder beginnen konnte zu gehen. Anfangs fühlte sie sich noch wie eine Marionette.
Das tägliche Training zeigte jedoch erste Erfolge. Sie konnte bereits einige Minuten auf ihren eigenen Füßen stehen. Nur das Laufen ohne Unterstützung der Seilwinde funktionierte noch nicht zuverlässig.
Jonas hatte ihr vorgeschlagen, den Apparat um ein Exoskelett für die Beine zu erweitern.
„Du spinnst wohl!“, hatte sie ihm damals entgegnet. Doch gerade das hatte ihre Motivation gesteigert, wieder selbstständig laufen zu können.
Nach dem Training war Sophia immer stark verschwitzt. Daher gehörte es zur Routine, anschließend gewaschen zu werden.
An den frei zugänglichen Körperstellen war das problemlos möglich. Doch wie sollten die Bereiche gereinigt werden, die vom Apparat bedeckt waren?
Auch dafür hatten die Techniker eine Lösung entwickelt.
Am Rücken etwas oberhalb der Nieren befand sich ein verdeckter Anschluss für einen Schlauch. Während des Waschvorgangs musste Sophia zusätzlich eine Beatmungsmaske tragen, da die reguläre Atemfunktion des Apparats in dieser Zeit nicht aufrechterhalten werden konnte.
Aus hunderten kleiner Öffnungen strömte Wasser und massierte ihren Körper regelrecht. Ein spezieller Zusatz sorgte dafür, dass auch die bedeckten Körperpartien gründlich gereinigt wurden.
Das Gefühl erinnerte fast an einen Tauchgang – so stark war der Druck des Wassers auf ihrer Haut. Das Atmen durch die Maske war anstrengend, da auch dort mit erhöhtem Druck gegengewirkt werden musste.
Im Anschluss wurde durch denselben Anschluss warme Luft geleitet, um die Haut zu trocknen. Für Sophia war das ein angenehmes Gefühl, denn ihr Körper war sonst die meiste Zeit von jeglichen Berührungen abgeschirmt.
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